Holm
In den Holmer Sandbergen
In einer Urkunde vom 29.04.1255 wird der Ort „Holne“ erstmals erwähnt. Später wurde der Ort, der direkt am historischen Ochsenweg liegt, auch „Hollen“ oder „Holling“ genannt.
Das ehemalige, reine Bauerndorf entwickelt sich ab den 60er Jahre des 20. Jh. zunehmend zu einem Wohnort mit moderner Gewerbeansiedlung, dabei ist man bestrebt den dörflichen Charakter der Gemeinde zu erhalten. Dies erkennt der Besucher an den liebevoll restaurierten Reetdachhäusern.
Die Holmer sind Leute mit Traditionsbewusstsein, Sportgeist und Geselligkeit, das zeigt u. a. der Höhepunkt aller Feste, das traditionelle Erntefest mit seiner bis in das 18. Jahrhundert zurückreichenden Geschichte und der neu belebte Holmer Kohlmarkt am Rosenmontag. Früher waren die Gastgeber des üppigen Mahls „Grünkohl und Schweinskopf“ die Bauern. Heute sind es die Gaststätten, die diese Tradition mit Erfolg fortführen.
Zwischen „Ladiges Gasthof“ und dem Edeka-Markt steht eine reetgedeckte Scheune. Wer sie betritt, taucht in eine Zeitreise, in der jeder Besucher einen informativen, originellen Eindruck über das harte vielleicht auch beschaulichere Leben der Holmer Bauern und Handwerker von einst erhält. Das Heimatmuseum Holm wurde vom „Förderkreis Brauchtum und Kultur in der Gemeinde Holm e.V.“ ins Leben gerufen und wird ständig erweitert. (Öffnungszeiten: So 13.00 - 16.00 Uhr)
Ein beliebtes Naherholungsgebiet für Radler, Wanderer und Reiter sind die 122 Hektar großen Holmer Sandberge, eines der größten Binnendünengebiete Schleswig-Holsteins. Die Dünen sind zum Ende der letzten Eiszeit aufgeweht worden und später vor allem durch Kiefern bepflanzt worden. Durch landschaftspflegerische Maßnahmen sind große Teile der Dünen wieder frei gelegt worden und für Besucher erlebbar.
Foto: Herrmann