Seestermühe
Seestermühe - historische Parkanlage am Gut
Seestermühe, an der Krückau (ehemals Seester) gelegen, fand erstmals 1141 urkundliche Erwähnung. Der Name Seestermühe bedeutet „Seestermündung“ und leitet sich aus der mittelniederdeutschen Bezeichnung „Seestermuthe“ ab.
Von den Elbmarschen geprägt, ist Seestermühe ein typisches Straßendorf mit gepflegten, großen und alten Bauernhöfen sowie zahlreichen kleineren Katen mit ihren charakteristischen, farbig-weiß gestrichenen Giebeln.
Ein Großteil der Gemeindefläche nimmt das Naturschutzgebiet „Pagensand“ ein. An 5 Stellen kann die Insel Pagensand noch in unmittelbarer Ufernähe von Wasserwanderern betreten werden.
Das Gut Seestermühe, 1751 von der Familie Kielmansegg gekauft, befindet sich bis heute im Besitz der Familie und ist mit Abstand der größte landwirtschaftliche Betrieb in dieser Gegend. Erhalten sind das klassizistische Gutshaus, 1760 umgebaut nach den Plänen des Architekten Ernst Georg Sonnin, der Gutsgarten, der nicht öffentlich zugängig ist, die eindrucksvolle, 700 m lange und vierzeilige Lindenallee, die jedermann durchwandern kann sowie das Teehaus, das heute nach einigen Umbauten als Wohnung genutzt wird.
Sehenswert ist das kleine Seestermüher Dorfmuseum mit seiner interessanten ortsgeschichtlichen Sammlung. Es befindet sich in einem achteckigen, reetgedeckten Gebäude, dem so genannten Göpelschauer. Er stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jh. Der Göpel ist ein Zahnradmechanismus, der früher von Ochsen oder Pferden über eine Welle angetrieben wurde, um z.B. eine Dreschmaschine im Hauptgebäude in Betrieb zu setzen. (Öffnungszeiten: Mai – Sep., jeweils So 14.00 -17.00 Uhr, für Gruppen n. V. unter 0 41 25 - 437)
Foto: Herrmann