Die Stadt Wedel ist eine junge Stadt, aber voll Geschichte. Erst 1875 erhielt sie durch die Genehmigung der königlichen Regierung in Schleswig das Stadtrecht.
Das Wahrzeichen der Stadt Wedel ist das Roland-Denkmal. Das Standbild, einst aus Holz, heute eine Steinfigur aus dem Jahre 1558, symbolisiert die Marktgerechtigkeit.
Aus einer Streusiedlung entwickelte sich durch die allerorts bekannten Viehmärkte, vor allem durch den Ochsenweg von Jütland über die seit 1460 nachweisbare Fährstelle bei Wedel an der Elbe, ein reicher Marktfleck. Durch den jährlich stattfindenden Ochsenmarkt auf dem in seiner Blütezeit bis zu ca. 24.000 Ochsen veräußert wurden, entstand um 1700 nicht nur ein blühendes Brennerei- und Brauereigewerbe, sondern es siedelten sich überdurchschnittlich viele Gasthäuser und Krüge um den Marktplatz an.
Nach den zwei Großbränden um 1750, die jeweils den ganzen Ort vernichteten, wurde 1758 das Reepschlägerhaus als Handwerkerhaus für Seiler, die Garne, Seile und Taue vor allem für Großsegler herstellten, errichtet. Nach langem Kampf um den Erhalt des historisch wertvollen Gebäudes wird es heute als Teestube und Galerie sowie für Konzerte und Lesungen genutzt. (Öffnungszeiten: täglich 16.30 – 22.00 Uhr, Sa u. So 15.00 – 22.00 Uhr, Mo – Ruhetag)
Der berühmte Bildhauer, Graphiker und Dichter Ernst Barlach wurde 1870 in Wedel geboren. In seinem Geburtshaus, Mühlenstraße 1, befindet sich heute das Ernst-Barlach-Museum mit ständigen Ausstellungen zu seinem Lebenswerk. Es ist gleichzeitig ein Zentrum des Dialoges über Literatur und Kultur. (Öffnungszeiten: Di - Sa 10.00 - 12.00, 15.00 – 18.00, So 10.00 -18.00 Uhr)
Das Theaterschiff „Batavia“ auf der Wedeler Au ist Kneipe, Theater, Kino und Musikdampfer in einem. Wechselnde Angebote - viele auch für Kinder, wie z.B. Pippi Langstrumpf - sorgen dafür, dass Besucher und Zuschauer aller Altersklassen regelmäßig Gast auf dem Dampfer sind (Informationen: 0 41 03 – 8 58 36).
Die weltberühmte Schiffsbegrüßungsanlage „Willkomm Höft“, ein Symbol der Völkerverständigung, liegt am Schulauer Fährhaus direkt an der Elbe und wurde 1952 eingeweiht. Vom Schiffsanleger kann man in den Sommermonaten Ausflüge nach Hamburg, Cuxhaven oder Helgoland unternehmen. Vom Anleger des benachbarten Schulauer Hafen existiert eine Fährverbindung nach Lühe im Alten Land.
Weitere touristische Highlights sind der Strandclub an der Elbe „EL Beach“, das Wassererlebnisbad „Die Badebucht“ und der an der Schulauer Straße direkt an der Deichtrasse beginnende Planetenlehrpfad. Dieser Lehrpfad soll die unvorstellbaren Dimensionen des Weltalls und die Entfernungen in unserem Sonnensystem begreifbarer machen. Optische und taktile Übersichtspläne ermöglichen, dass nicht nur sehende sondern auch blinde Besucher einen Überblick über den Verlauf des Lehrpfades erhalten. Die Informationen auf den Bronzetafeln der Planetenstationen sind ebenfalls für alle lesbar. Ein Spaziergang am Elbdeich entlang eröffnet auch einen schönen Blick auf den Hamburger Yachthafen, einem der größten tideunabhängigen Yachthäfen Europas mit fast 2.000 Liegeplätzen.
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