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Das Blaukehlchen

      Vogel der Region 

     Das Blaukehlchen

kleiner, farbenprächtiger und langbeiniger Singvogel
Posieren gern gut sichtbar, um ihren Gesang zur Reviermarkierung vorzutragen.

Seinen Namen trägt das Blaukehlchen von seiner schillerndblauen Kehle, die zur Brust hin durch ein schwarz-weißes und rostrotes Band begrenzt wird.
Kennzeichnend ist zudem ein breiter weißer Überaugenstreif. Im Flugbild ist der braune Schwanz mit den rostroten Seiten deutlich zu erkennen. 

In Mitteleuropa kommen zwei Blaukehlchenunterarten vor, das weiß-sternige Blaukehlchen (Luscinia svecica cyanecula
mit einem weißen Kehlfleck (Mitteleuropa) und das rot-sternige Blaukehlchen (Luscinia svecica svecica), auch Tundra-Blaukehlchen genannt,
mit einem roten Kehlfleck (Nordeuropa u. Nordosteuropa). Die Größe entspricht etwa dem Rotkehlchen, aber weniger kompakt.
Das farbenprächtige Blaukehlchen ist in Mittel- und Nordeuropa nur als Sommervogel in der Zeit von März bis September anzutreffen.
Somit zählt es zu den Zugvögeln. Unsere Blaukehlchen aus Deutschland ziehen im Herbst zum Überwintern in den Mittelmeerraum.

Das Blaukehlchen ist ein versteckt lebender Vogel und hauptsächlich an nassen Standorten, wie z.B. an Altschilfresten und Stauden zu finden.
Seit kurzem ist er aber auch an verschilften Gräben in Agrarlandschaften und sogar an Rapsfeldern zu finden.
In Europa ist das Verbreitungsgebiet stark zergliedert und die Art vielerorts durch Mangel an geeignetem Lebensraum bedroht.

Die Blaukehlchen halten sich die meiste Zeit dicht über dem Boden auf. Nur während der Balz, wenn die Männchen sich zur Schau stellen,
sitzen sie oben auf Büschen oder Schilfhalmen oder vollführen auch einen Singflug. Der Gesang gehört wohl zu den schönsten unserer heimischen Singvögel.
Sie sind ausgezeichnete Spötter, d.h. sie imitieren im Gesang viele fremde Vogellaute. Der Gesang des Blaukehlchens besteht im Normalfall aus drei Teilen.
Die Einleitung ist eine Reihe gestoßener Töne. Viele Sänger leiten ihre Lieder mit "dip-dip-dip....."-Schlägen ein, manche auch mit dünnen,
gezogenen, fast nachtigall-ähnlichen Lauten. Dann folgt als Mittelstück eine Anzahl eigentümlich zirpender Laute,
die oft mit höheren, reinen Pfeiflauten abwechseln. Der Schluss des Liedes besteht aus kurzen Motiven verschiedenster Zusammensetzung,
die oft ausgezeichnete Imitationen anderer Vogelstimmen aus ihrer Umgebung enthalten.
Von Tag zu Tag können auch die Imitationen in der Zusammensetzung wechseln.

Wie Nachtigall und Sprosser war das Blaukehlchen in historischen Zeiten als Stubenvogel beliebt.
Im Unterschied zu den ersteren stellt Christian Ludwig Brehm es 1832 in seinem
„Handbuch für den Liebhaber der Stuben- und Hausvögel“ zu den „Sängern zweiten Ranges“, hebt aber auch die große Imitationsfähigkeit hervor.
Es wurde vor allem auf dem Zug mit Schlagnetzen und Leimruten gefangen.

Andere Namen für diese Art waren Spiegelvögelchen, Wegflecklein, Blaukatel, Blaukröpfel oder Blaukropf, blaukehliger Sänger,
Schildnachtigall, Wassernachtigall oder Carlsvogel.Das Blaukehlchen sammelt seine Nahrung überwiegend auf dem Boden und in der Krautschicht.
Sie besteht zum großen Teil aus Insekten, Spinnen, Würmern, Larven und kleinen Sämereien.
Die Feinde vom Blaukehlchen lauern überall, z.B. der Mensch zerstört das Brutrevier oder die Elster, das Wiesel,
der Fuchs und das Wildschwein plündern das Gelege und der Sperber, der Rotmilan und der Falke verfüttern
die Blaukelchen an ihre Jungen oder fressen sie selber.

Die Blaukehlchen haben meistens nur eine Jahresbrut in der Zeit von April bis Juni.

Nach der Balz wird eifrig Nistmaterial gesucht. Ihr napfförmiges Nest bauen sie dicht über dem Boden im Gebüsch oder im Wurzelwerk verborgen.
Sie brüten u.a. im Binnenland im Ufergestrüpp der Böschung von den Entwässerungsgräben. Deswegen sollten Grabenräumungen in der Brutzeit unterlassen werden.
Sie bauen ihre Nester aus Wurzeln, Moos und Grashalmen und polstern das Nest innen mit Haaren und Pflanzenwolle aus.

In Schleswig-Holstein brütet das ehemals „vom Aussterben bedrohte“ weiß-sternige Blaukehlchen. Besonders im Westen des Landes stehen die Chancen gut,
diese Art im geeigneten Lebensraum einmal zu beobachten, da sie inzwischen zu den Arten gehört, die stark zugenommen haben.

Nutzen Sie die Gelegenheit auf der Führung „Auf der Suche nach dem Blaukehlchen“ vom NABU Elbmarschen
am
21.04.18 von 8-10 Uhr diesen farbenprächtigen Vogel mit seinem melodischen Gesang kennenzulernen.
Treffpunkt ist der Parkplatz am Haseldorfer Hafen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leitung des Hauses

Edelgard Heim

Telefon 04129. 955 49 12

edelgard.heim1@llur.landsh.de

 


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"Haseldorfer Binnenelbe

mit Elbvorland"

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Tel. 04129-95549-11

uwe.helbing@nabu-sh.de

 


 

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